Niemand weiß, warum die alte Steinkohlengrube aufgegeben wurde. Offiziell war es aus wirtschaftlichen Gründen. Doch die Wahrheit verschwand mit den letzten Bergleuten.
Jahre später hat sich der Dschungel das Gelände zurückgeholt. Riesige Lianen verschlingen die Industriehallen, dichtes Dickicht verschluckt jeden Pfad. Zwischen den Bäumen hallen Trommeln – langsam, hypnotisch. Voodoo-Rituale sollen hier etwas geweckt haben, das niemals hätte erwachen dürfen.
Menschen und Tiere sind nicht mehr natürlich. Verkrüppelt. Mutiert. Ihre Augen leuchten zwischen den Blättern, während sie lautlos durch das Unterholz streifen.
Wer den Eingang zur Bloodmine findet, steigt hinab in endlose, pechschwarze Strecken. Das Licht versagt. Orientierung gibt es nicht. Nur das Echo der Trommeln, flüsternde Stimmen und das Gefühl, verfolgt zu werden.
Man sagt, der Dschungel endet nicht an der Oberfläche. Er wächst tief unter der Erde weiter.
Und dort unten wartet kein Ausweg.
Nur Angst.